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Donnerstag, 7. Juli 2016

Indisches Filmfest Stuttgart

Von manchen Dingen träumt man ja ein Leben lang, etwa Sharukh Khan zu treffen oder mal bei einem Filmfestival nicht nur über den roten Teppich zu laufen, sondern auch in der Jury zu sitzen. Dieser Traum wird jetzt für mich wahr: in 2 Wochen werde ich in Stuttgart beim Indischen Film Fest zusammen mit Huan Vu und Insa Wiese aus 16 nomierten Kurzfilmen einen Gewinnerfilm wählen.

Auf dem Festival werden übrigens nicht nur viele tolle Filme als Deutschland oder sogar Europapremiere gezeigt, sondern es gibt auch ein cooles Rahmenprogramm mit Tanz, Tabla, Ausstellungen und vielem mehr. Ich freue mich schon sehr auf Stuttgart (seit kurzem auch eine von 7 Städten in Deutschland mit einem #DMW-Quartier!!) und natürlich auf die Filme! 
Folgt dem Hashtag #IFFStuttgart oder kommt direkt dort zum Festival für mehr - und funkt mich an!

Mittwoch, 2. März 2016

Interview: Katharina Finke „Mit dem Herzen einer Tigerin“


Katharina Finke
Foto: David Weyand
Katharina Finke, Jahrgang 1985 ist Journalistin, lebt als Global Correspondent aus zwei Koffern und berichtet für verschiedene deutsche Medien, etwa aus Indien für die taz, aus den USA für Spon oder über Besitz im BR. Am 15. März UPDATE: Am 26. April ist Katharina nochmal in Frankfurt und stellt ihr Buch „Mit dem Herzen einer Tigerin“ vor, in dem sie das Schicksal von Amila erzählt, das stellvertretend für die Situation in Indien stehen soll. Ich freue mich schon auf die Lesung und hatte vorab die Chance, Katharina ein paar Fragen zu stellen.

Du bist „Global Correspondent“ – wie kommt man zu so einem Beruf und wie entscheidest Du, von wo und worüber Du als nächstes berichtest? 
KF Man kommt nicht dazu, sondern man – in meinem Fall Frau – muss es wollen: immer wieder an unterschiedlichen Orten der Welt zu leben und von dort zu berichten. Die Entscheidung darüber, von wo und worüber ich berichte, liegt in der Regel bei mir. Denn ich schlage den Print-, Online oder TV-Redaktionen meistens die Themen vor. Die Auswahl der Orte hat unterschiedliche Gründe: in China war ich mit einem Stipendium, in Neuseeland kurz vorm Kino-Start des letzten Hobbit-Films und in Indien für die Buch-Recherche. Ich halte meinen Auftraggeber auf dem Laufende, über meinte Standorte, wodurch auch öfters Themen entstehen. Meine Schwerpunkte dabei sind: Reise, Nachhaltigkeit, Gesellschaft mit Fokus auf sozialen Projekten und Menschenrechtsthemen.

Wie kam es zu dem Kontakt mit Amila, der Hauptfigur aus Deinem Buch "Mit dem Herzen einer Tigerin"? Wie habt ihr konkret zusammen gearbeitet? 
KF 2011 bin ich das allererste Mal nach Indien gereist und war schockiert über die Diskriminierung von Frauen. Deswegen wollte ich unbedingt darüber schreiben. Nachdem ich einen Verlag dafür gefunden hatte, machte ich mich 2014 auf die Suche nach einer Protagonistin und reiste erneut nach Indien. Ich sprach einen Monat lang mit so vielen Frauen wie möglich. Am Anfang fiel es mir sehr schwer eine auszuwählen, weil alle eine Stimme verdient haben. Eine von ihnen war Amila. Was mich an ihr besonders beeindruckt hat, war dass sie trotz ihres eigenen schweren Schicksals es für wichtiger erachtet sich für andere einzusetzen und möchte, dass es den Frauen in Zukunft besser geht. Die Treffen mit ihr wurden durch eine kleine NGO ermöglicht, die sich in verschiedenen indischen Bundesstaaten für Frauenrechte einsetzt. Ich besuchte Amila zuhause und arrangierte mehrere Gesprächstermine mit ihr. Anwesend war, außer uns beiden, eine Dolmetscherin, um Amilas Aussagen von Hindi auf Englisch für mich zu übersetzen. Nicht nur weil Amila Analphabetin ist, wird sie den Text nie lesen, sondern auch weil sie das Buch nicht besitzen darf. Denn ihr Mann darf niemals davon erfahren. Aber ich werde ihr das Buch mit nach Indien nehmen, die Dolmetscherin wird einige Passagen übersetzen und ihr vorlesen. Mit einer englischen Version des Buches wäre das natürlich noch viel einfacher, weswegen unsere Hoffnungen darin sehr groß sind.

Cover: Mit dem Herzen einer Tigerin
Foto: David Weyand
Wie geht es für Amila jetzt weiter? Und was sind Deine nächsten Projekte?
KF Amila wird nach wie vor von ihrem Mann vergewaltigt, aber auch weiterhin von der Organisation betreut. Was nur möglich ist, weil diese ihre eigentliche Motivation nicht preisgibt. Weglaufen ist für Amila keine Option, da sie damit ihre fünf Kinder im Stich lassen würde und mit ihnen wegzulaufen ist quasi unmöglich. Deswegen kämpft Amila dafür, dass vor allem ihre zwei Töchter nicht das gleiche erleiden müssen wie sie.
Um sie dabei zu unterstützen und natürlich auch Amila selbst zu helfen, werden der Fotograf des Buches und ich im Herbst erneut nach Indien reisen. Dafür nehmen wir Spenden entgegen. Außerdem hat der Verlag Geld für Amila zur Verfügung gestellt. Leider kann ich ihr das nicht direkt geben, weil sie es nicht lange behalten könnte. Die derzeitige Überlegung ist daher das Nähzentrum, das von der Organisation vor Ort gegründet wurde weiter auszubauen. Denn es ist ein wichtiger Ort für die Frauen. Wahrscheinlich der einzige, wo sie für sich sein können. Zudem bin ich in Gesprächen mit Initiativen und Organisationen, in Deutschland und in Indien, um Amila zu helfen.
Darüberhinaus versuche ich durch Lesungen in Deutschland mehr Aufmerksamkeit auf die Thematik zu lenken. Denn sie wird uns noch eine Weile begleiten, so wie ich Amila. Ansonsten schreibe ich gerade an meinem nächsten Buch und plane weitere Reisen.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg und Kraft für Dich und Amila!
Mehr über Katharina gibt es hier. Lesungen des Buches "Mit dem Herzen einer Tigerin" sind am 7.3. in Ludwigsburg, 8.3. in Fürth, 10.3. in Heidelberg, 15.3. in Frankfurt, 21.4. in Dinklage und am 19.5. in Hamburg. Spenden sind willkommen.



Montag, 5. Mai 2014

Hannah Memorial

Vergangenes Jahr beim Bootcamp in London wurde das Geheimnis um unsere Firmen-Weihnachtsgeschenke gelüftet: jedes Jahr spendet Hotwire an die Hannah Memorial Stiftung. Aber was diese Stiftung genau ist und warum wir genau dorthin spenden, war zumindest mir nie klar.
Die Mutter einer Kollegin erzählte uns eine Geschichte der Globalisierung und des Altruismus:

Vor 11 Jahren vergewaltigte und tötete der in England lebende Inder Maninder Pal Singh Kohli, die damals 17-jährige Hannah Foster. Er flüchtete nach Indien. Da die dortige Polizei ihn nicht finden konnte, flogen Hannahs Eltern nach Indien starteten einen Aufruf in den Medien und setzten eine Belohnung aus. Daraufhin wurde  wurde von seinem Taxifahrer Jason Lepcha erkannt und basierend auf dessen Hinweisen festgenommen. Lepcha erhielt die Belohnung von 367.000 Rupien - ein kleines Vermögen.
Siehe auch Wikipedia.



Als Lepcha von den Taten Singh Kohlis hörte, war er sehr beschämt für seinen Landsmann und investierte das Geld in die Errichtung einer Schule im Gedenken an Hannah.Hannahs Eltern erfuhren erst Jahre später davon, als ein britisches Ehepaar auf Reisen in Darjeeling Jason Lepcha kennen lernten. Sie nahmen Kontakt zu Hannahs Eltern auf und halfen die Schule als eine offizielle Charity zu etablieren. In der Hannah Memorial Academy in Darjeeling werden heute 125 Kinder von 4 bis vierzehn Jahren kostenlos unterrichtet.

Diese Geschichte fanden nicht nur meine Kollegen und ich sehr ergreifend - auch der zweite Keynote-Speaker des Tages, der Weltreisende Alastair Humphreys war bewegt. Er veranstaltete einen Sonderverkauf seiner Bücher, bei dem die Gewinne an die Hannah Memorial Academy gingen. Über sein Buch "There are other Rivers - On foot across India" werde ich noch berichten.

Für Spenden an die Hannah Memorial Academy hier oder hier klicken!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Gegen die Schreibblockade

Zu meiner Schande, wie es scheint, habe ich seit Wochen nichts mehr gebloggt. Woran lag es? Sind mir nach all den Jahren die Ideen ausgegangen? Hat mich der "Horror vacui" vor der digitalen, leeren Seite gepackt? Nein - so war es nicht. Es gibt einen viel plausibleren Grund, der mich vom bloggen und texten abgehalten und den ich gerne hier im Rahmen der #bloCKparade des PR Doktors preisgeben möchte.

Kein Internet = kein Blogpost
Ich hatte (und habe) schlicht und ergreifend, ganz banal, kein Internet in der Wohnung. Nun könnte man sagen - na und? Gehste halt zu Starbucks setzt Dich dahin, schlürfst nen Latte und bist produktiv. Aber so einfach ist das nicht. Bei mir funktioniert das Bloggen meistens spontan - ich habe eine Idee - sei es aus einem Buch, einer Zeitschrift, einer Erinnerung - und dann will ich sofort loslegen. Während ich schreibe, fallen mir sodann weitere Aspekte ein - und die will ich auch gleich recherchieren und verlinken. Denn was ist ein Blogpost ohne Link, Referenz, nutzloses Überhangwissen oder Bildquelle? Langweilig. Deswegen schreibe ich mir seit einiger Zeit aus dem Büro selber E-Mails, wenn ich eine Idee habe. Mittlerweile sind das einige - aber verbloggt kriege ich die erst, wenn an meinem Schreibtisch wieder Internet fliest.

Servicewüste Deutschland
Der geneigte Leser mag nun fragen: "Aber warum hast Du denn kein Internet?" Diesem sei gesagt: ich habe alles versucht. Schon vor meinem Umzug habe ich am 14.9. bei UnityMedia den Auftrag gegeben, doch bitte zum Umzugstermin auch einen Router zu liefern. Das wurde auch so aufgenommen. Allerdings anders umgesetzt: der Router wurde vor dem Umzug geliefert, es war noch kein Name am Briefkasten. Seitdem ist dieser Router verschollen. UnityMedia kann keine Retouren und keine Kulanz oder Kundenservice. Woche um Woche vertröstet man dort, dass es nur noch wenige Tage seien. Jetzt sind einmal Sommerferien, sage und *schreibe es aus*(!) sechseinhalb Wochen vergangen. Das hat übrigens auch jemand anders gemerkt: Greenpeace Energy. Von denen wollte ich meinen Strom beziehen, guter fahrradfahrender Umweltschützer, der ich bin. Aber die wollen mich nicht - sie haben meine Post mit der Bitte um Wechsel solange nicht geöffnet, bis die Frist verstrichen war - nämlich genau 6 Wochen ab Umzug - um mir dann zu schreiben: sorry, zu spät. Nächstes Mal schicke ich so was dann per Einschreiben, bin ich ja auch selber Schuld. Wer denkt denn, dass fünf Werktage in einer Genossenschaft reichen, um einen Auftrag anzunehmen?

Die Schreibblockade ist besiegt!
So, jetzt ist Schluss mit dem Bashing - ich habe meine Schreibblockade fürs erste überwunden. Wie hier exemplarisch dargestellt, ist ein Thema, für das man brennt, bzw. über das man in Rage geraten kann, wunderbar geeignet, um Texte zu schreiben - vielleicht nicht die weltbesten Texte, aber die Blockade ist so fürs erste in jedem Fall gebrochen. Tatsächlich stellt sich dabei auch noch ein weiterer positiver Aspekt ein: wenn man sich solche Ärgernisse von der Seele schreibt, geht es einem danach gleich viel besser. Wirklich!

Ein Dank noch an meine alte WG, in der ich freundlicherweise Internetasyl sowie leckeren Tee erhalten habe. Latte mag ich nämlich gar nicht so gerne.

Mittwoch, 14. August 2013

Neulich in Brighton ...


Häufig reise ich beruflich ins Mutterland des immer noch bestehenden Commonwealth of Nations, zumeist besuche ich die Hauptstadt. Kürzlich ergab es sich, dass ich noch ein Wochenende dran hängen konnte - und da es Sommer ist, zog es mich natürlich ans Meer.

Wie erwartet gab es in Brighton Fish&Chips, eine Partypromenade, Glücksspiele auf dem Pier und wilde Junggesellenabschiede. Unerwartet hingegen war der Indische Palast. Erbaut wurde er vom späteren König George IV im Jahre 1787 - zur Hochzeit des Kolonialismus.

Aber dieser Palast ist nicht nur ein Zitat der Mogultempel/gräber Indiens, sondern diente dem guten George IV auch als Liebesnest mit Maria Fitzherbert.


Mittwoch, 31. Juli 2013

Fit und smart

In letzter Zeit habe ich mich mal wieder in unbekanntes Neuland gewagt und mich mit zwei spannenden, wenn auch nicht zusammen gehörenden Dingen beschäftigt.

Hochintelligenz als Thema und im speziellen die Gründung eines "Instituts für Begabtencoaching" in Ober-Eschbach bei Bad Homburg hielt mich einige Wochen beschäftigt - dort gibt es wunderbare Räume und tolle Seminare - und eine ganz hervorragende Webseite - check it out!

Im wahrsten Sinn des Wortes in Action versetzt hat mich außerdem ein kleines Gerät namens Fitbit - meinen zugehörigen Text habe ich als Gastbloggerin hier auf newgadgets.de veröffentlicht.

Ich denke, ich darf mich jetzt zu Recht jetzt, neben Creative Planner, M.A., Kulturschmock und Paulchen3000, auch noch "Techbloggerin" nennen.

Sonntag, 10. März 2013

Paulindiana und die Wunder der Technik

Zu Recherchezwecken zog es mich in das niedere Sachsen, genauer in die Hauptstadt Hannover. Dort gab es auf der CeBIT neben der "League of Legends"-Weltmeisterschaft und einer beeindruckenden Präsentation der Bundespolizei zur akkuraten Fälschung von Ausweisdokumenten auch eine Präsentation aus "God's own country". Bei der damaligen Reise hatte ich sie nicht gesehen - aber dort, wo sich die IT-Welt die Klinke in die Hand, sah ich meine ersten echten Kathakali-Tänzer - auf Socken. Ihre Mission: Kerala nicht nur als Urlaubsdestination mit Ayurveda-Expertise, sondern auch als freundlichste indische IT-Region zu fördern. Sie haben mir  einen gebrandeten Rucksack geschenkt. Vielleicht packe ich den bald und steuere noch mal die Backwaters an ...

Sonntag, 27. Januar 2013

Lunch-Geschichten I

Ab und zu gehe verschlägt es mich in der Mittagspause in die B-Ebene der Hauptwache. Dort gibt es neben einem Türken, einem Burger-King, einem Obststand, Straßenmalern und einem SB-Bäcker auch das "New Deli - indische Delikatessen".

Freundliche Thailänderinnen packen dort Reis und nach Wahl ein authentisches indisches Gericht eins bis acht (etwa Palak Paneer, Sabji oder Vindaloo Chicken) in zwei verschiedene Größen Styropor-Becher. Dazu gibt's Besteck und Servietten - der Preis ist unschlagbar, das Essen schmeckt. Sitzen kann man nur im Gang auf festgeschraubten Stühlen an schmudeligen Tischen — zum essen geht man also lieber woanders hin, etwa zum Rossmarkt.

Dienstag, 8. Mai 2012

re:pindiana

















Wer mir weder auf Twitter folgt, noch zu dem erlauchten Kreis meiner Facebookkontakte gehört, weiß es vielleicht noch gar nicht:
Letzte Woche fand in Berlin die re:pindiana statt - das Klassentreffen der digitalen Bohème, die mit Schmocktum Geld verdient. Was man dort wertvolles mitnehmen kann, lässt sich hier und hier nachlesen. 

Donnerstag, 15. Dezember 2011

You have no new emails (0)

Kaum hat man mal einen Tag Urlaub besteht der nächste Tag im Büro erst mal aus mindestens zwei Stunden, in denen die ungelesenen E-Mails abgearbeitet werden müssen. Klar, es ist ja auch viel passiert und man muss auf dem Laufenden sein, auch wenn sich viele Dinge zwischenzeitlich erledigt haben. Da klingt ein Artikel, der die Abschaffung von E-Mails ankündigt, wie eine frohe Botschaft zum Jahresende. Und ein zweiter Artikel zum gleichen Thema schon fast wie ein Trend. Weiter lesen...