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Mittwoch, 19. Juli 2017

Tandoori Taste #12restaurants2017 Frankfurt #7

Nach krankheitsbedingten Terminverschiebungen klappte es doch - an einem warmen Sommerabend radelten Emi und ich gen Niederräder Bürostadt - bis dato für uns beide Terra incognita.

Dank den Irrwegen von Google-Maps wurde unsere Reise zum kleinen Abenteuer - aber nach einer kleinen halben Stunde fanden wir im Schatten des Sheraton Hotels unser Ziel: das Tandoori Taste Restaurant - auf Empfehlung meines Frisörs auf Grund eines Kommunikationsfehlers.

Location, Location, Location

Die Bürostadt als solche beeindruckt ja durch viel Protz aus verspiegeltem Glas und schiere Größe - das Restaurant setzt mit eher minimaler Deko und schlichter Aufmachung da einen Gegenpunkt. Der auf der Webseite angepriesene Biergarten ist eher eine Terrasse und der Speiseraum für bis zu 75 Personen, wäre bei Vollbetrieb vermutlich sehr authentisch indisch vollgestopft - man denke an die notorischen Bilder von indischen Zügen. Aber wir hatten Glück - außer uns war nur ein weiterer Tisch besetzt. Entsprechend schnell wurden wir bedient und freundlich begrüßt.

 खाना खाने - Essen essen

Das Menü bietet eine große Vielfalt nordindischer Currys und Beilagen - zu vernünftigen Preisen. Emi entschied sich dieses Mal für das Veg-Thali und ich nahm ausnahmsweise mal kein Chicken Korma sondern ein boneless Chicken in Joghurtsoße mit einem Muglai Naan. Alles gut gewählt - lecker gewürzt, nicht zu scharf und ordentliche Portionen.  
Zur Stärkung gab es dann noch ein echt indisches Kingfisher Bier - dabei denke ich immer, dass der namens gebende Kingfisher soviel passender die herrlichen Alcedinidae beschreibt als unser Eisvogel. In Indien laufen unter der Marke Kingfisher übrigens diverse Unternehmungen - neben dem Bier gibt gab es eine Airline samt Reiseveranstalter. Einmal flog ich mit eben dieser Airline von Chennai nach Colombo - also ein internationaler Flug und siehe da - an Bord der Kingfisher Airline wurde Kingfisher Bier serviert. Aber zurück zum TandooriTaste.

Fazit

Schon während des Essens sagte Emi: "Das wird vermutlich nicht unser Lieblingsrestaurant." - und da gebe ich ihr recht. Das Essen schmeckt authentisch und lecker und stimmt in Preis und Leistung. Drumherum gibt das Lokal aber wenig her was Deko oder Details angeht - es gab etwa kein Pan Massala, das die wilde My im Saravanaa Bhavan so faszinierte - eher funktional alles (was jetzt nicht unbedingt unindisch ist). Aber wer in der Bürostadt arbeitet und nicht erst eine kleine Weltreise dorthin unternehmen muss, kann dort sicher ein gutes, geschmackvolles Mittagessen verspeisen.
Sehr lecker, alles aufgegessen.
Der Rückweg war dann übrigens deutlich einfacher und wir haben noch einen scenic Abstecher ins LiLu gemacht - Emi war begeistert von der friedlichen Atmosphäre auf der Maininsel - vor allem wenn man bedenkt, wie sich die Leute am Mainufer ab dem Holbeinsteg quetschen! Ein gelungenes kulinarisches Frankfurter Abenteuer! Weiter geht es Ende August!

Noch mehr #12restaurants2017?

Wir waren bisher bei AlBismil am Sandweg, Moti Mahal an der Dreieichstraße, bei eatDoori am Oeder Weg, beim Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße, beim Saravanaa Bhavan in der Kaiserstraße und zuletzt im White Elefant im fernen Offenbach. 

Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Dienstag, 11. Juli 2017

Sangeetha Sabha e.V. - die Vina ist in Frankfurt angekommen


Am 17. Juni hatte ich die einmalige Chance als Ehrengast beim ersten Konzert des neu gegründeten Vereins Frankfurt Sangeetha Sabha e.V. dabei zu sein und erstmals bewusst der so genannten karnatischen Musik zu lauschen. Bei "Strings Attached" spielten Kumaresh Rajagopalan und Jayanthi Kumaresh Geige und Vina, begleitet von Trommeln - den südindischen Doppeltrommeln Mridangam und Tabla. Ich war wirklich beeindruckt - ein umwerfendes Konzert auf höchstem Niveau mit farbenprächtigem Rahmenprogramm- dafür bin ich gerne in den Saalbau nach Fechenheim geradelt. In der Folge kamen bei mir ein paar Fragen auf - dankenswerterweise haben mir die Präsidentin von Sangeetha Sabha und Leiterin der indischen Musikakademie Frankfurt Sudha Kommuri (SK)sowie die Generalsekretärin und leidenschaftliche Vina-Spielerin Varsha Vasudevan (VV) in einem Interview Rede und Antwort gestanden.

Strings attached - live in Concert in Frankfurt!
(Foto: Kalyan Kommoju)

Vor kurzem habt ihr Euer erstes Event mit „Strings Attached“ veranstaltet. Wie kam es zur Gründung des Vereins Sangeetha Sabha - eines Vereins für indische Musik in Deutschland?

SK For the past 5 years, I have been dreaming to start a non-profit association for South Indian classical or “Carnatic” music. With time, I found the right team, and subsequently, we founded the association in November 2016 and are perhaps the first non-profit association in Germany dedicated for Carnatic classical music. Our tightly-knit team consists of four dedicated members. Before we knew it, we were contacted to organize this beautiful concert, “Strings Attached” featuring first-line musicians.

VV Sudha’s Indian Music Academy Frankfurt, a voluntary initiative to teach Carnatic music to residents in Frankfurt, has been in existence since the summer of 2011. Since its beginning, I have been her student, and so when she expressed her desire to establish an official platform to promote Carnatic music and its students in Germany to an international audience, I was excited to be. Both of us are very passionate about music, and so we found it only natural that after so many years, we take Carnatic music to the next level in Germany.

Maestro Dr. Jayanthi Kumaresh an der Saraswathi Vina
(Foto: Kalyan Kommoju)
Varsha, Du spielst die Vina, ein sehr altes, indisches Saiteninstrument, das mindestens seit 4000 Jahren in der indischen klassischen Musik gespielt wird. Schon in den Veden ist diese Instrument als Liebling der hinduistischen Göttin der Weisheit Sarasvati vermerkt. Ist die musikalische Prägung Familientradition oder woher kam bei Euch das Interesse für dieses Instrument und seine Musik?

VV In Indian families, it is usually a tradition to learn an art form from a young age. Thus, I began vocal training in Carnatic music at the age of 6, which was interrupted after two years, when we moved to Germany. My mother’s love for playing the Veena when I was younger induced me to learn the art myself at the later age of 11 years when we moved back to India. Since moving to Frankfurt, however, I have had the luck of learning vocal Carnatic music from Sudha, and for the past year, continuing Veena classes under my uncle’s guidance, too!

SK I am a vocalist hailing from a musical family and I was introduced to Carnatic music at the tender age of 5 by my mother who is also a singer. Alongside school, I ardently attended music classes nearly everyday, and practiced for at least 2 hours every day. Eventually, I pursued music academically, by doing my Bachelors and Masters of Arts in Indian Classical music. For the past years, I have been teaching Carnatic classical music as a hobby, balancing music, business and family.
Strings Attached and friends (vlnr):  Jayachandra Kulur Rao, Pramath Kiran, Kumaresh Rajagopalan, Jayanthi Kumaresh, Sudha Kommuri, Varsha Vasudevan, Vijayalakshmi Ramakrishnan, Padmanabhan Ananthanarayanan und Vasudevan Raghavan (Foto: Kalyan Kommoju)
Welche Veranstaltungen habt ihr für die Zukunft geplant? Warum sollten auch Deutsche und Europäische Ohren Euren Konzerten lauschen?

SK We have plans to organize vocal and instrumental concerts by inviting leading professional classical musicians from India. To integrate music students into Indian classical music, we are also planning to organize lecture demonstrations, workshops and musical festivals with local and visiting musicians. The initiation of such events here would offer Germans and Europeans a great opportunity to understand and appreciate the beauty, similarities and differences of carnatic classical music in comparison to European classical music. It would facilitate integration between the Indian and German communities. In fact, during the small inauguration event of the association, we did invite a German violinist, Ms. Gisela Ziegler, to accompany us with some Carnatic classical performances and this was greatly appreciated.

VV At the moment, when the European audience hears the word “Indian classical music”, usually they think of the instruments Sitar, Tabla and Harmonium. All three are wonderful instruments used in Hindustani classical music, a genre parallel to Carnatic music. However, Hindustani music differs largely from Carnatic music in its rendition and style of singing. Hence, the idea is to establish Carnatic music in Germany, so that people also become familiarized with Carnatic classical instruments like Veena, Mridangam, Ganjira and Morching. The German audience, especially, shows great appreciation for classical music, regardless of its subtype. We hope to take advantage of this preference, and show them the unique beauty of Carnatic music.

Wenn Ihr das nächste Konzert nicht verpassen wollt, liked Sangeetha Sabha auf Facebook und dann sehen wir uns dort! Danke an Sudha und Varsha für das Interview - das übrigens hier auf Englisch notiert ist, um es einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Habt ihr noch Fragen? Postet Sie gerne in den Kommentaren! 

Donnerstag, 8. Juni 2017

White Elefant #12restaurants2017 #6

Die Idee hinter dem #12Restaurants2017-Projekt ist ja zum einen auf eine Ausweitung der kulinarischen Optionen ausgelegt, zum anderen geht es aber auch darum, der Neu-Frankfurterin Emi ein bisschen was von der Stadt zu zeigen. Aber die Rhein-Main-Region ist einfach zu dicht besiedelt, als das man sich auf den Kernbereich konzentrieren könne, und so haben wir unser sechstes (!!) indisches Abendessen dieses Mal in eine andere Stadt verlegt und Emis Jungfernfahrt nach Offenbach gemacht.

Offenbach - ist ja gar nicht so weit weg


Der White Elefant war mir von mehreren Leuten empfohlen worden, und auch wenn es keine Online-Reservierung dort gibt, ist auch das Internet voll von Lob. Bevor wir uns aber auf den Weg machen, droht ein Sturm und wir entscheiden uns für die S-Bahn. Dabei hatten wir kurz vergessen, dass man von Sachsenhausen-Mühlberg zwar nur zwei Stationen bis Offenbach-Ledermuseum in unter fünf Minuten fährt - wir aber die Stadtgrenze überschreiten. Deswegen kostet diese Fahrt vier Euro und fünfundachtzig Cent. Jetzt noch mal in Zahlen: 2 Stationen, 4 Minuten Fahrtzeit kosten fast 5 Euro. Vermutlich wären wir mit dem Taxi, zumal zu zweit, genauso ungünstig hingekommen. /RantRMVEnde.
Beim Betreten des Restaurants gibt Emi schon mal Pluspunkte für die Dekoration und das zu Recht. Jeder Winkel ist verziert, bebildert, verparavent, mit Deckchen belegt und so weiter. Man könnte hier auch von Kitsch sprechen - authentisch ist anders, aber es gefällt uns. Am Tisch fällt auf: alles ist gebrandet: die Servietten, die Teller, das Glas mit der Mangolassi, der Zuckerbeutel für den Chai und das Gästebuch. An dieser Stelle gibt es auch nochmal Pluspunkte für die Sauberkeit und das Dekor der Toilette - dort ist natürlich auch alles gebrandet: Seifenspender und Tücherboxcover aus Leder!

Breite Auswahl an Speisen


Wir haben beim Bestellen wieder die Qual der Wahl - eine enorme Auswahl an Speisen von "Kashmiri" bis "Ceylon" und von "aryuvedisch" (=vegan) bis richtig fleischig. Wir tippen auf insgesamt eher eine nordindische Restaurantleitung - können das aber nicht abschließend aufklären. Die freundliche Bedienung, die passend zum Ambiente tatsächlich einen (natürlich gebrandeten) Sari trägt, spricht Empfehlungen aus und ermuntert und unsere Gerichte "mittelscharf" zu bestellen.
Tatsächlich ist "mittelscharf" für uns beide ok - wobei Emi auf unsere trainierten Gaumen verweist: wir gehen schließlich einmal im Monat indisch essen - hah! Außerdem haben wir ja in Delhi gelebt. Neben scharf kommt auch noch viel guter Geschmack durch - das Essen ist wirklich lecker und Emi muss nur eine kleine Portion in ihren Doggi-Bag packen lassen. Im Dessertmagen ist natürlich noch ein bisschen Platz und wir gönnen uns wunderbar weiche, nicht zu süße Gulab Jammun. Mjammjammjamm!

Fazit


Abgesehen von den Anreisekosten wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis: sehr leckeres Essen, freundliche Bedienung und wunderbar ausgestaltete Räumlichkeiten - wenn man das mag. Gerne wieder.

Wildes Offenbach?


Während des Essens wurden wir über Twitter beraten, wo man denn im wilden Offenbach noch einen guten Absacker trinken kann. Wir entscheiden uns gegen eine Shisha-Bar und landen dann im Försters, dem selbsternannten Wohnzimmer Offenbachs und trinken noch einen schönen Grauburgunder. Es ist sogar noch ein bisschen hell als wir nach 22 Uhr Richtung S-Bahn ziehen.
Emi befindet: "Ist schon irgendwie anders hier als in Frankfurt. Eher so ein bisschen wie Berlin."
Jetzt könnte hier wieder der Rant von stehen, aber ich ziehe pflichtbewusst mein Ticket und zahle still 4,85 € für 4 Minuten Fahrt. In Frankfurt angekommen gibt es dann noch eine Überraschung - Branding bis ins letzte: kurz vor zu Hause steht dann tatsächlich noch ein White Elefant Taxi:
Viel hilft viel?! Marketing und Branding :White Elefant.
Wir waren bisher bei AlBismil am Sandweg, Moti Mahal an der Dreieichstraße, bei eatDoori am Oeder Weg, beim Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße und zuletzt beim Saravanaa Bhavan in der Kaiserstraße. Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Montag, 15. Mai 2017

A visit to the heart of the Empire: Delegiertenreise nach London


Als offizielle Repräsentantin der DMW reiste ich vergangene Woche mit dem Herrn Minister Al-Wazir nach London. Dort gab es vieles zu erleben, entdecken und erklären (Brexit. Was sonst?). Beim Besuch des ZDF Studios besuchten wir auch Diana Zimmermann in ihrem eleganten und doch sehr kreativen Büro. Dabei gab es zwei Faszinosa von Interesse für dieses Blog zu entdecken:

#1 Eine Schulkarte zu Asien mit wirtschaftlichen Schwerpunkten und Bevölkerungsdichte aus dem Verlag Dr. Jensen

Besonders die verschiedenen Typographien finde ich bemerkenswert. Gerne hätte ich auch so eine Karte für mein zukünftiges mondänes Büro. Leider hat es dann nur für eine historische, handkolorierte Karte von 1842 im Format 15 x 25 cm gereicht.


#2 Eine Brigade Gurkhas übt den Parademarsch vor dem Fenster


Beide Fotos von Rolf Krämer
Davon habe ich leider keine Bilder. Aber ich war auch einfach zu baff. Ich dachte die Gurkhas wären mit dem Ende des zweiten Weltkriegs, spätestens mit der Unabhängigkeit Indiens Geschichte gewesen - aber ich lag wohl falsch. Hier könnt ihr das nachlesen - wobei ich besonders den letzten Satz unter Berücksichtigung des Brexits gerne einfach mal diskutieren würde:
"Nach der Entlassung erhalten sie ein Daueraufenthaltsrecht in Großbritannien."



Montag, 23. Januar 2017

Indian Vibes - Radio X

Jeden vierten Sonntag im Monat läuft auf dem regionalen, unabhängigen und werbefreien Sender Radio X aus Frankfurt das Format Indian Vibes.
Die inspirierende Petra Klaus macht diese Sendung und hatte mich angefragt, dort über dieses, mein Langzeitprojekt, den Blog zu sprechen. Im Interview ging es um meine Motivation auch nach sieben Jahren noch regelmäßig zu bloggen, um die Faszination für Indien, um Filmfestivals und um mein neues Projekt:
12 Restaurants - am 26. Januar geht's los. Ihr dürft gespannt sein!

Habt ihr noch Empfehlungen für gute, leckere indische/pakistanische Restaurants hier in Frankfurt? Schreibt mir eine E-Mail oder einen Kommentar unter diesen Post!


Wer die Sendung verpasst hat, kann am 31. Januar von 9-11Uhr noch mal auf Radio X reinhören (gibt's auch im Netz) und am Valentinstag, 14.2. auf FSK Hamburg von 13-16Uhr, bei Multicult fm Berlin wird es auch noch mal ausgestrahlt. 

Freitag, 18. September 2015

social media travel day #smtd15

Auch wenn meine Reisen derzeit nicht aus Europa raus gehen und auch wenig abenteuerlich im Sinne von "Rucksack und Ticket, was brauch ich mehr" sind, bin ich doch immer mal wieder unterwegs.

Neulich "All-inclusive Bulgarien" (3h Transfer mit kotzendem Kind, ein absolutes Abenteuer), davor vier Tage Amsterdam Bootcamp mit Hotwire (Sekt im Zug, Firmenparty und Fiets plus Airbnb), obligatorisch Konstanz und Kressbronn im Mai (wie immer wunderbar, Ferienwohnung, Oma besuchen, Kat fahren) und ein Seminar in Zürich im Februar und in London im Januar - da geht doch noch was, auch als Muddi.
Streetart in Zürich
Badestelle am Landungssteg von Kressbronn, Bodensee

30 Minuten von Amsterdam mit dem Zug: Zandvoort
Der weltbeste Spielplatz in Varna, Bulgarien
Allerdings habe ich das Ganze nur spärlich digital dokumentiert und fast gar nicht social - deswegen begebe ich mich am 5.November zum #smtd15 - da lerne ich, wie ich aus meinen Reisen noch mehr Mehrwert, als nur Erholung, Erfahrung und Essen gezogen hätte. Einen schicken Blogpost habe ich dazu übrigens hier auch schon geschrieben.

Montag, 5. Mai 2014

Hannah Memorial

Vergangenes Jahr beim Bootcamp in London wurde das Geheimnis um unsere Firmen-Weihnachtsgeschenke gelüftet: jedes Jahr spendet Hotwire an die Hannah Memorial Stiftung. Aber was diese Stiftung genau ist und warum wir genau dorthin spenden, war zumindest mir nie klar.
Die Mutter einer Kollegin erzählte uns eine Geschichte der Globalisierung und des Altruismus:

Vor 11 Jahren vergewaltigte und tötete der in England lebende Inder Maninder Pal Singh Kohli, die damals 17-jährige Hannah Foster. Er flüchtete nach Indien. Da die dortige Polizei ihn nicht finden konnte, flogen Hannahs Eltern nach Indien starteten einen Aufruf in den Medien und setzten eine Belohnung aus. Daraufhin wurde  wurde von seinem Taxifahrer Jason Lepcha erkannt und basierend auf dessen Hinweisen festgenommen. Lepcha erhielt die Belohnung von 367.000 Rupien - ein kleines Vermögen.
Siehe auch Wikipedia.



Als Lepcha von den Taten Singh Kohlis hörte, war er sehr beschämt für seinen Landsmann und investierte das Geld in die Errichtung einer Schule im Gedenken an Hannah.Hannahs Eltern erfuhren erst Jahre später davon, als ein britisches Ehepaar auf Reisen in Darjeeling Jason Lepcha kennen lernten. Sie nahmen Kontakt zu Hannahs Eltern auf und halfen die Schule als eine offizielle Charity zu etablieren. In der Hannah Memorial Academy in Darjeeling werden heute 125 Kinder von 4 bis vierzehn Jahren kostenlos unterrichtet.

Diese Geschichte fanden nicht nur meine Kollegen und ich sehr ergreifend - auch der zweite Keynote-Speaker des Tages, der Weltreisende Alastair Humphreys war bewegt. Er veranstaltete einen Sonderverkauf seiner Bücher, bei dem die Gewinne an die Hannah Memorial Academy gingen. Über sein Buch "There are other Rivers - On foot across India" werde ich noch berichten.

Für Spenden an die Hannah Memorial Academy hier oder hier klicken!

Mittwoch, 13. November 2013

Souvenirs from India II

Eine der längsten Zugfahrten, die ich in Indien angetreten bin, führte mich Ende Oktober 2009 mit einen kleinen Zwischenfall nach nur knapp 18 Stunden nach Jaisalmer. Unweit der pakistanischen Grenze erhebt sich dort die "Goldene Stadt" aus der Wüste. Beliebte Aktivitäten sind Kamel reiten, in der Wüste übernachten, Bier bei Sonnenuntergang trinken und in teuren Hotels rumhängen, um endlich mal wieder schwimmen zu gehen. Außerdem kann man dort wunderbar einkaufen gehen.

Ich habe mir damals eine Kamelledertasche gekauft. Der Trageriemen ist mittlerweile etwas mitgenommen, aber die Tasche sieht weiterhin wunderbar aus und begleitet mich gerne. Was man dort nicht tuen sollte, ist sich die Haare schneiden zu lassen. Das kann man im Zweifel selber besser ...

Mittwoch, 27. März 2013

Das Indien der Maharadschas

Kürzlich in Wien sah ich zwischen Mélange, Prater, Albertina und unterem Belvedere dieses Plakat vielerorts angeschlagen. Verzückt dachte ich zurück an meine Reise durch Rajasthan nach Jaipur, Udaipur und Jaisalmer. Leider war der Aufenthalt in Wien zu kurz und zu früh um eine Fahrt nach Westen zum Schloß Schallaburg einzubinden. Dabei hätte ich zu gerne sowohl die Schallaburg selbst als auch das zur Ausstellung gehörige Safrangärtchen und den Indien-Shop besucht. Indischen Touristenkitsch bekommt man im Bahnhofsviertel in Frankfurt ja leider nicht ...

Dienstag, 15. Januar 2013

Mit dem Motorrad durch Indien

 Die Straßenverhältnisse in Indien sind häufig Thema von Spekulationen. Man denkt doch, dass dort Trampelpfade, Schlaglöcher und Schotterpisten voller Kühe, überlasteter Busse und Rikshas das Straßenbild bestimmen. In diesem Video, dass eine Tour durch ganz Indien zeigt, kann man sich selber ein Bild machen.


Mittwoch, 2. Januar 2013

München in Indien

Scheinbar haben sich in 1930er Jahren noch andere Deutsche außer Franz Osten und dem von mir beschriebenen Josef Wirsching getummelt. Ein gewisser Hannes Fritz-München war von 1932 bis 1937 in Indien Hofmaler der Maharajas in Udaipur. Außerdem filmte er mit einer 16mm-Filmkamera die versunkene Welt des kolonialen Indien: Der märchenhafte Prunk der Fürstenhöfe und der asketische Mahatma Gandhi, die feudalen britischen Kolonialherren und die einfachen Menschen der Straße, der gewaltige Reichtum der Einen und die erschütternde Armut der Anderen. Der Film "München in Indien", eine Mischung aus Dokumentarfilm und Roadmovie-Spurensuche ist ab morgen in ausgewählten Kinos zu sehen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

An Idiot abroad: India

Die Idee, die hinter der scripted-Reality Serie "An Idiot abroad" steht, ist es einen angeblich ignoranten und definitiv leicht cholerischen Briten (Karl Pilkington) mit der großen weiten Welt zu konfrontieren.

Dort wird der Anti-Held per Handy von seinen Freunden (Feinden?) (Rick Gervais und Stephen Merchant, alle drei Typen haben in ihren Gesprächen das Niveau von Schulhofteenagern) ferngesteuert von einem Punkt zum nächsten geschickt. Welches Land würde sich dabei besser eignen, um jemand mal so richtig an seine Grenzen zu treiben als Indien?

Karl war 2010 dort, feierte zunächst Holi in Delhi, fuhr dann nach Haridwar zur Kumb Mehla und beendet seine Reise natürlich am Taj Mahal.Er trift viele interessante Babbas und besucht auch einen Kuh(scheiße)-Tempel - das ganze ist durchaus witzig, gibt dabei aber auch einen überraschend authentischen Einblick in die indische Wirklichkeit.

Wer nicht die Originalfolgen aus dem Netz streamen will oder sich die DVD's kaufen möchte, kann derzeit bei DMAX übrigens die deutschen Versionen von der Südsee bis zum Fuyijama anschauen. 

Montag, 22. Oktober 2012

Delhi Belly

Auch wenn Delhi Belly und Delhi Belly nicht gleich Delhi Belhi sind - als Name für ein Restaurant finde ich es trotzdem nicht unbedingt empfehlenswert.

Sonntag, 24. Juni 2012

Skateboarding across India


Schöner Eindruck von Indien - wer hätte gedacht, dass es dort auch Skater gibt?


Mit Dank ans Tuk!

Dienstag, 8. Mai 2012

re:pindiana

















Wer mir weder auf Twitter folgt, noch zu dem erlauchten Kreis meiner Facebookkontakte gehört, weiß es vielleicht noch gar nicht:
Letzte Woche fand in Berlin die re:pindiana statt - das Klassentreffen der digitalen Bohème, die mit Schmocktum Geld verdient. Was man dort wertvolles mitnehmen kann, lässt sich hier und hier nachlesen. 

Samstag, 21. April 2012

Hiphop in Hampi


Der Musiker Phillip Sternkopf aus Hamburg war letztes Jahr nach seiner Trennung vom Arbeitgeber und Freundin für 5 ½ Wochen in Indien. Er wollte untertauchen. Da er alleine unterwegs war suchte er sich eine Aufgabe, um beschäftigt zu sein. Mit seiner Kamera und einiger alter, selbstproduzierter Songs auf dem Handy stellt er seinen Eindruck von Indien eindrucksvoll dar.
 Genießt hier seine "Sternstunden" und sein "Dope":



Samstag, 24. März 2012

Cash for Gold

In der aktuellen Southpark-Folge wird der Goldkreislauf zwischen den USA und Indien wunderbar visualisiert. Und es scheint auch ein leichtes von den USA nach Indien zu reisen, viel einfacher als etwa nach Somalia.



Donnerstag, 9. Februar 2012

Next stop: East India (1857/2012)




Wichtige Infrastrukturen in und um den Londoner Hafen
- Docks und Trockendocks
West India Docks (1802), East India Docks (1803) --> die beiden Indiendocks alleine konnten gleichzeitig 250 Schiffe aufnehmen, London Docks (1805), Surrey Commercial Docks (1807), St Katharine Docks (1828), Royal Victoria Dock mit hydraulischer Hebevorrichtung und Schleuse (1855), Millwall Dock (1868), Albert Dock (1880) – alle Docks sind abschließbar und schützen so die Waren vor Piraterie.

Sowie
-Piers, Molen, Anlegeplätze, Kais
-Kräne
-Reedereien
-Hafenbehörden, Zollämter, Grenzposten, Konsulate
-Lotsenboote, Schlepper
-Lagerhallen, Pfefferlager und Gewürzmühlen
-Lichtsignale/Leuchtfeuer
-Fabriken (Zement, Petroleum)
-Brücken
-Banken, Telegraphenstation, Post
-Bahnhöfe
-Pubs, Shops, Cafes
-Hotels, sonstige Unterkünfte
-Bordelle – Anzahl Prostituierte 1857 ~ 3000

Sonntag, 5. Februar 2012

A guide to South Asian lingo


If you plan to go to the India, you better must be prepared. It is very helpful if you know the lingo around the country where you are going. So you can mingle with the locals, Yaar.

Mittwoch, 7. September 2011

What I do at work II


So, they sent me to London. It is raining. And what do I do for work??! Blogging!! Again!!