Sonntag, 24. Juni 2012
Donnerstag, 31. Mai 2012
Die Liebesheirat
"Ich dachte mir", sagte Lady Ram Prasad, "wir könnten vielleicht ein paar Schlaglichter auf alle unsere wesentlichen Kulturepochen werfen. - Mohendschodaro und Harappa - [...] die Gupta-Periode - die Moghule, ja - die Moghulzeit - das wäre bezaubernd. Und dann die Jetztzeit - zum Beispiel der Fünfjahresplan [...]. Im letzten Jahr arrangierte das Damenkomitee für die Verbreitung höherer Bildung eine Reihe solcher lebender Bilder, und es war ein schöner - ein sehr schöner Erfolg. Ich weiß noch - wir bekamen einen Brief vom Minister für Wissenschaften und Künste, in dem er uns dazu gratulierte." [...]
Professor Hoch nahm die Hand von den Augen und sagte: "Ja - nun habe ich es. Unsere lebenden Bilder müssen die einfache Schönheit und Kraft unseres indischen Dorflebens zeigen. [...] Wir müssen - wir müssen unsere Frauen am Dorfbrunnen zeigen, die schlichte Anmut ihrer Bewegungen beim Wassertragen oder bei der Hausarbeit, ihre unbewußte Würde, den herrlichen Rhythmus ihres Gangs."
"Außerdem vielleicht noch", ließ sich Dr. Mukherdschi plötzlich vernehmen, "außerdem vielleicht noch unsere Landfrauen in den Wehen und die Straßenkehrerinnen, die mit einer Glasscherbe in der Hand dabeistehen, um die Nabelschnur zu durchtrennen."
Jhabvala, Ruth Prawer: "Die Liebesheirat", München 1990 (Stuttgart 1956), S. 36f.
Professor Hoch nahm die Hand von den Augen und sagte: "Ja - nun habe ich es. Unsere lebenden Bilder müssen die einfache Schönheit und Kraft unseres indischen Dorflebens zeigen. [...] Wir müssen - wir müssen unsere Frauen am Dorfbrunnen zeigen, die schlichte Anmut ihrer Bewegungen beim Wassertragen oder bei der Hausarbeit, ihre unbewußte Würde, den herrlichen Rhythmus ihres Gangs."
"Außerdem vielleicht noch", ließ sich Dr. Mukherdschi plötzlich vernehmen, "außerdem vielleicht noch unsere Landfrauen in den Wehen und die Straßenkehrerinnen, die mit einer Glasscherbe in der Hand dabeistehen, um die Nabelschnur zu durchtrennen."
Jhabvala, Ruth Prawer: "Die Liebesheirat", München 1990 (Stuttgart 1956), S. 36f.
Sonntag, 13. Mai 2012
Dienstag, 8. Mai 2012
re:pindiana
Wer mir weder auf Twitter folgt, noch zu dem erlauchten Kreis meiner Facebookkontakte gehört, weiß es vielleicht noch gar nicht:
Letzte Woche fand in Berlin die re:pindiana statt - das Klassentreffen der digitalen Bohème, die mit Schmocktum Geld verdient. Was man dort wertvolles mitnehmen kann, lässt sich hier und hier nachlesen.
Donnerstag, 26. April 2012
How to Hiphop in Hampi
„Mit den Menschen im Video habe ich
mich meistens vorher unterhalten und dann um ‚Dreh-Erlaubnis’ gefragt. Die
meisten haben sofort eingewilligt.“
Anstatt Szenen
zu inszenieren, um gute Bilder einzufangen, kann man in Indien einfach die
Bilder einfangen, die einem begegnen. Seine kleine Kamera hatte
Phillip immer dabei. Allerdings hatte dies zur Folge, dass er plötzlich überall
potentielle Filmszenen sah.
Beim Drehen war er oft plötzlich von einer Schar von Indern umringt, die sich den seltsamen Mann, der in der einen Hand die Kamera hält und das Handy mit dem Playback in der anderen Hand aus dem Bild zu halten versucht, während er gleichzeitig die Schulter entspannt, anschauen wollten. Die meisten Bilder in den Videos sind in Hampi entstanden.
Beim Drehen war er oft plötzlich von einer Schar von Indern umringt, die sich den seltsamen Mann, der in der einen Hand die Kamera hält und das Handy mit dem Playback in der anderen Hand aus dem Bild zu halten versucht, während er gleichzeitig die Schulter entspannt, anschauen wollten. Die meisten Bilder in den Videos sind in Hampi entstanden.
Ein echtes Making Of hätte seltsam ausgesehen. Daher wurde beim Schnitt des Making Of etwas geschummelt und eine andere Filmcrew reingeschnitten. Diese drehte grade in Goa am Strand eine Spielshow, bei der Pärchen alberne Aufgaben lösen mussten. Das Besondere war, dass die Pärchen untereinander zu verschiedenen Kasten gehörten und ihre Eltern die Liebesbeziehung deshalb nicht akzeptierten. Die Show sollte aufklären und helfen diese Hürde zu überwinden und auch den Eltern zeigen, dass eine glückliche Beziehung jenseits der Kasten-Ordnung funktionieren kann.
Die persönliche Geschichte, die Phillip im Making Of erzählt stimmt: „Im Nachhinein finde ich, hätte es dafür keinen besseren Ort geben können. Die Bilder von dem Land und den Menschen haben meine Songs neu interpretiert. Besonders eindrücklich war meine Zeit mit dem Brahmanen vom Affen-Tempel. Er hat mir damals auf seinem Berg Essen gemacht und Gras geschenkt.“
Gedreht wurden die Videos mit der
kleinen und handlichen GH2 von Panasonic. Phillip hatte zwei Objektive dabei,
ein 14-140er und 20er. Um Kosten zu sparen hat er die Videos zuhause mit Final Cut
geschnitten, mit Color farbkorrigiert und abschließend vertont. Mehr Musik
gibt es hier.
Dienstag, 24. April 2012
Best Exotic Marigold Hotel
Ein großartiger Film, der ein wunderbares Porträt von Indien zeichnet. Vielleicht ein etwas zu Schönes, denn ich frage mich grade wirklich warum ich nicht einfach zum Flughafen gehen soll um mein Glück in Jaipur zu suchen ...
Samstag, 21. April 2012
Hiphop in Hampi
Der Musiker Phillip Sternkopf aus Hamburg war letztes Jahr nach seiner Trennung vom Arbeitgeber und Freundin für 5 ½ Wochen in Indien. Er wollte untertauchen. Da er alleine unterwegs war suchte er sich eine Aufgabe, um beschäftigt zu sein. Mit seiner Kamera und einiger alter, selbstproduzierter Songs auf dem Handy stellt er seinen Eindruck von Indien eindrucksvoll dar.
Genießt hier seine "Sternstunden" und sein "Dope":
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